Wahnbachtalsperre

Die Wahnbachtalsperre ist ein interessantes Ausflugsziel f√ľr Wanderungen.

Weitere Informationen erhält man auf www.wahnbach.de

 

Sanierung des Staudamms im Herbst 2008

 

Bereits 2006 ist die Talsperre zum Teil entleert worden, um dort Messungen ausf√ľhren zu lassen.¬† 50 Jahre hat die Asphaltau√üenhautdichtung am Dammbauwerk der Wahnbachtalsperre gehalten; jetzt aber musste sie erneuert werden. Auf 1500 Quadratmeter musste die oberste Dichtungsschicht von sechs Zentimetern saniert werden. Am 1. Juli rollten die Bagger an, …¬†

vorab aber musste Wasser aus der Wahnbachtalsperre abgelassen werden.
Der Steinsch√ľttdamm ist mit dem Bau der Wahnbachtalsperre zwischen 1956 und 1958 errichtet worden. Die den Damm auf der Wasserseite abdichtende Ashaltdichtung besteht aus mehreren Lagen. Vor allem die oberste Schicht hat seitdem viele harte Winter und hei√üe Sommer erlebt, also Temperaturen zwischen plus 90 und minus 20 Grad aufhalten m√ľssen. „Sie hat 50 Jahre gehalten, aber jetzt muss der Asphalt erneuert werden“, erkl√§rt Norbert Eckschlag, Gesch√§ftsf√ľhrer des Wahnbachtalsperrenverbandes (WTV). „Wir gehen davon aus, dass die neue Schicht nach der Sanierung wieder 50 Jahre h√§lt.“

Bis zum Start der Sanierung musste nun die Talsperre bis auf 100 Meter √ľber dem Meeresspiegel geleert werden; das bedeutete eine Restwassertiefe von 20 Metern. Die Dichtung wird dann vom Wasserspiegel aufw√§rts saniert. „Ein Gutachten hat ergeben, dass der untere Teil nicht erneuert werden muss“, erkl√§rt Norbert Eckschlag, „dass hat unter anderem den Vorteil, dass der Fischbestand auch w√§hrend der Sanierung in der Talsperre bleiben kann.“ Seit Januar wurde nun die Talsperre bis auf 17 Prozent F√ľllungsgrad – entsprechend 7 Millionen Kubikmeter Wasser – „leergefahren“. Verbraucher erhielten bis zum Juli also Trinkwasser, das einen h√∂heren Anteil an Talsperrenwasser enth√§lt. Vor allem Kunden im Stadtgebiet Bonn und einigen linksrheinischen Rhein-Sieg-Kommunen verbrauchen ein Mischwasser mit einem Talsperrenwasseranteil von 60 bis 80 Prozent. Ihr Trinkwasser ist √ľblicherweise ungef√§hr zu gleichen Teilen ein Mischwasser aus Talsperrenwasser und dem Wasser aus den Grundwasserwerken in St. Augustin und Hennef.

Zudem wurde Wasser auch unterhalb des Absperrdamms in den Wahnbach laufen, gelassen, um den Wasserspiegel zu senken. Insgesamt mussten 34 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Talsperre entnommen werden, und zusätzlich auch die Wassermenge, die noch durch Niederschläge dazu gekommen war.

Bis zum 1. Juli sollte der Wasserspiegel auf die erw√ľnschten 100 Meter √ľber dem Meeresspiegel gefallen sein. Mit leichet Verz√∂gerung wurde dann auf der Baustelle an der Staumauer die Dichtungsschicht um sechs Zentimeter abgefr√§st und durch eine neue Dichtungslage ersetzt. Rund 3,5 Millionen Euro sind f√ľr die Bauma√ünahme angesetzt, durch die eine langfristige und nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung in Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Siegburg sowie den rheinland-pf√§lzischen Kreisen Ahrweiler, Neuwied und Altenkirchen erreicht werden.

„Wir richten uns w√§hrend der Baustellenphase auf erh√∂hten Ausflugsverkehr an der Talsperre ein“, sagt der WTV-Gesch√§ftsf√ľhrer. „Ersatzwege werden eingerichtet sowie eine Aussichtsplattform und Informationstafeln aufgestellt.“ Schon das Absenken der Talsperre im Jahr 2006 hatte etliche zus√§tzliche Besucher an die Wahnbachtalsperre gelockt. Auch in diesem Sommer werden Ausfl√ľgler alte Br√ľckenteile oder Grundmauern ehemaliger Geh√∂fte in der Talsperre sehen k√∂nnen. „Wir machen aber auch ganz nachdr√ľcklich auf Gefahren aufmerksam“, so Eckschlag. „Es wird steile B√∂schungen geben, und man kann auch im Schlamm stecken bleiben.“ Auch f√ľr die Fische in der Talsperre ist gesorgt. Der WTV wird reinen Sauerstoff vorhalten, um bei einer verst√§rkten Erw√§rmung des Wassers aufgrund der geringeren Wassertiefe einer erh√∂hten Sauerstoffzehrung im Talsperrenwasser umgehend begegnen zu k√∂nnen.

W√§hrend und nach der Sanierung mussten die Verbraucher dann auf Wahnbachwasser verzichten. Sie werden mit Trinkwasser aus den beiden Grundwasserwerken versorgt, deren Wasser derzeit bevorratet wird. Im Winter 2008/2009 sollen dann die hoffentlich ergiebigen Winterniederschl√§ge die Wahnbachtalsperre wieder f√ľllen.

 

Wahnbachtalsperre: Die Talsperre in Siegburg-Siegelsknippen ist mit mehr als 41 Millionen Kubikmeter Stauinhalt eine der gr√∂√üten Trinkwassertalsperren Deutschlands. Rund 800.000 Einwohner in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahr werden durch den Wahnbachtalsperrenverband mit Trinkwasser h√∂chster Qualit√§t versorgt. An 320 Tagen liefert der WTV t√§glich zwischen 100.000 und 130.000 Kubikmeter in das Versorgungsgebiet. Das entspricht einem Fu√üballfeld, das 26 Meter hoch mit Wasser gef√ľllt ist. An den anderen 45 Tagen werden noch gr√∂√üere Tagesmengen abgegeben.