Freifunk

Bild: Heimatverein / Jens Nowak

[JN] Es ist ja nun hinreichend bekannt, dass der Ausbau der Mobilfunknetze deutlich langsamer vorangeht als die Politik und die Netzbetreiber uns das so oft vollmundig versprochen hat. Gerade in den Dörfern erscheint auf den Anzeigen der Handys hĂ€ufig „Kein Netz“ oder der mobile Internetzugang fĂŒr Smartphone und Laptop ist so langsam, das ein mĂŒheloses Surfen und kommunizieren unmöglich scheint. Aber auch in den StĂ€dten sind die Netze hĂ€ufig ĂŒberlastet oder zwischen den HĂ€userschluchten manchmal schlecht erreichbar. Ein paar nette Menschen haben vor einigen Jahren angefangen, ihren festen Internetzugang zuhause zu teilen. Wie das geht? Ganz einfach – es wurde ein öffentliches WLAN-Funknetz eingerichtet, welches GĂ€ste, Freunde und alle die sich in Reichweite befinden einfach nutzen können. Anschließend wurden diese einzelnen Zugangspunkte (Freifunkknoten) durch ein weiteres WLAN, das sog. Mesh untereinander verbunden und das Projekt „Freifunk“ war geboren. Deutschlandweit wurden solche freien Netzwerke aufgebaut, die von BĂŒrgern fĂŒr BĂŒrger gemacht sind, die jede/r kostenlos benutzen darf und jede/r mitmachen kann, der von seinem Internetzugang zuhause (oder auf der Arbeit) einen Teil der Allgemeinheit zur VerfĂŒgung stellen möchte.

Bild: freifunk-hennef.de

Ganz bestimmt haben Sie in Hennef schon Freifunk entdeckt, beim Einkaufen, im Restaurant, auf der Parkbank oder der Bushaltestelle. Nein? Dann schalten Sie mal Ihr Smartphone ein und suchen Sie nach verfĂŒgbaren Netzwerken in Ihrer Umgebung. „Freifunk-Hennef sollte gefunden werden, wenn ein Netzwerk in der NĂ€he sendet. Im BĂŒrgerbĂŒro der Stadt ist Freifunk verfĂŒgbar, am Bahnhof und vielen anderen öffentlichen Stellen. Alle Zugangspunkte sind auf einer Karte zu finden. Aber nicht nur im Hauptort, sondern auch in den Dörfern gibt es bereits einige aktive FreifunkerInnen, die ehrenamtlich am Projekt mitmachen und die Idee und die Verbreitung ehrenamtlich voranbringen. Stoßdorf, Dambroich, Bödingen, Stadt Blankenberg und LĂŒckert machen mit, um nur mal einige der 100 Dörfer von Hennef zu erwĂ€hnen.

Bereits seit fast zwei Jahren haben wir auch hier oben in Happerschoß zwei Stellen, an welchen Freifunk empfangbar ist. Am Sportplatz beim SSV wurden zwei Freifunk-Knoten errichtet, außerdem im Pfarrhaus, um dort den Bewohnern einfach und kostenfrei einen Kontakt in die Heimat und zu Angehörigen zu ermöglichen. In den letzten Monaten und Wochen wurde das ganze Thema nochmals sehr aktiv vorangetrieben und neue Standorte zur Erweiterung des Freifunknetzes konnten gewonnen werden. Ein Knoten ist im Bödinger Garten verfĂŒgbar, ein weiterer wurde ganz aktuell im Gutsgarten eingerichtet. Auch unsere lokale Gastronomie macht mit – im Bistro & Cafe „Zur Linde“ ist seit Oktober Freifunk nutzbar. Im Seligenthaler Weg und am Talsperrenweg wurden in den letzten Wochen zwei weitere Freifunk-Knoten in Betrieb genommen.

Ein weiteres Projekt, welches in Kooperation mit dem gemeinnĂŒtzigen Verein „Freie Netzwerker e.V.“ – dem “digitalen Ortsverschönerungsverein” – aus Hennef erarbeitet wird, ist Freifunk an unseren PĂŒtzemichplatz zu bringen. Langfristig kann man sich ebenso ein Freifunk-Netz im DORV Konzept vorstellen, welches vielleicht in Zukunft hier oben als Nahversorgungszentrum realisiert werden soll.

Quelle: map.freifunk-hennef.de / openstreetmap

Wenn dieser Artikel heute Ihr Interesse geweckt haben, so sprechen Sie uns doch einfach mal an. Auf der Internetseite www.freifunk-hennef.de können Sie sich detailliert informieren und auf der Karte sehen, welche Knoten es bereits gibt bzw. welche online sind Die Freifunk Community Hennef ist eine von vielen ehrenamtlichen Freifunk Communities in Deutschland. UnterstĂŒtzt wird sie vom Freie Netzwerker e.V.

 

>>> Zum Weiterlesen dĂŒrfen wir hier auf die externen Seiten verweisen:

  • www.freifunk-hennef.de
  • www.freie-netzwerker.de
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Freifunk

 

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